Die SPiKE Technologieplattform
Diese Forschung nutzt das Immunsystem, um Krebs zu bekämpfen. Es hat sich von der Ausrichtung auf die T-Zellen, wie z. B. die CAR-T-Therapie oder bispezifische Antikörper, zu den natürlichen Killerzellen oder NK-Zellen entwickelt. Dies kann die oft dosislimitierenden Nebenwirkungen wie das Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS) und die PNS/ZNS-Symptome reduzieren und gleichzeitig ein ähnliches Maß an klinischer Wirksamkeit erreichen, selbst nach vorheriger Exposition gegenüber und Rückfall nach T-Zell-gerichteten Therapien. Oncopeptides hat eine proprietäre Technologieplattform für Small Polypeptide based innate Killer Engagers (SPiKE) entwickelt.
Die SPiKEs sind so konzipiert, dass sie sowohl an NK-Zellen als auch an spezifische Ziele auf verschiedenen Krebszellen binden. SPiKEs induzieren dabei eine starke NK-Zell-vermittelte Abtötung von Tumorzellen, die streng von der Anwesenheit des tumorassoziierten Antigens abhängig ist. Das relativ kleine Molekül ermöglicht enge Wechselwirkungen zwischen NK-Zellen und Krebszellen, ein vorteilhaftes Verteilungsprofil und die Möglichkeit, die Exposition so anzupassen, dass die immunologische Funktionalität erhalten bleibt, indem es vorübergehende Ruhe-/Nichtaktivierungsphasen ermöglicht.
Der erste Wirkstoff, der aus dieser Technologieplattform ausgewählt wurde, befindet sich derzeit in der späten präklinischen Entwicklung sowohl für solide Tumore als auch für hämatologische Malignome.
Im September 2022 erhielt das Unternehmen einen Forschungszuschuss von der schwedischen Innovationsagentur, um einen präklinischen Wirksamkeitsnachweis für ein neuartiges synthetisches kleines Polypeptid zur Behandlung des Multiplen Myeloms zu entwickeln.

Das Projekt wurde durch das Eurostars 3-Programm finanziell gefördert, wird durch das EU-Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizon Europe“ kofinanziert und wird von einem internationalen Forschungskonsortium vorangetrieben. Dazu gehören weltweit führende Expertise aus der Abteilung für Krebsimmunologie am Universitätskrankenhaus Oslo, Norwegen, Pharmatest Services Ltd in Turku, Finnland, und Oncopeptides, zusammen mit unserem Partner, der Royal Institute of Technology in Stockholm (KTH), wo die Technologie ursprünglich herkommt.
